Pensionspferdevertrag / Einstellvertrag (Vorlage)
Der Einstellvertrag ist ein gemischter Vertrag: er enthält Elemente der Miete (die Box), der Verwahrung (die Obhut über das Pferd) und des Dienstvertrags (Füttern, Misten, Weidegang). Ein einheitliches gesetzliches Leitbild gibt es deshalb nicht — im Streitfall wird auf die Regeln des jeweils betroffenen Vertragstyps zurückgegriffen, und was nicht im Vertrag steht, ist offen.
Ausfüllen und mit dem Personalausweis unterschreiben
Schritt 1 von 6 · Vertragsparteien
1. Vertragsparteien
Stallbetrieb
Einsteller
Kein Konto · Sie zahlen erst beim Versand
Pensionspferdevertrag (Einstellvertrag)
Unterbringung und Betreuung eines Pferdes
1. Vertragsparteien
Stallbetrieb
Name / Firma
Anschrift der Anlage
Telefon / E-Mail
Einsteller
Name
Anschrift
Telefon / E-Mail
Notfallkontakt
2. Das Pferd
Name
Lebensnummer (UELN)
Chipnummer
Rasse, Geschlecht, Alter
Besonderheiten (Allergien, Medikation, Verhalten)
3. Unterbringung
[ ] Innenbox
[ ] Paddockbox
[ ] Offenstall / Aktivstall
[ ] Weidehaltung
Boxen- oder Platznummer
Beginn des Vertrags
4. Leistungen des Stallbetriebs
[ ] Heu / Raufutter
[ ] Kraftfutter (Art und Menge nach Absprache)
[ ] Einstreu und tägliches Misten
[ ] Täglicher Weide- oder Paddockgang
[ ] Auf- und Abdecken
[ ] Nutzung von Reithalle, Reitplatz und Führanlage
[ ] Annahme von Hufschmied und Tierarzt
Zusätzlich vereinbarte Leistungen und deren Vergütung
5. Pensionspreis
Monatlicher Pensionspreis in Euro
Fälligkeit
Bankverbindung
Zusatzleistungen und Preise
Der Stallbetrieb kann den Pensionspreis erhöhen, soweit seine Kosten für Futter, Einstreu, Energie oder Personal nach Vertragsschluss gestiegen sind und die Steigerung nicht durch gesunkene Kosten bei anderen dieser Posten ausgeglichen wird, höchstens im Umfang des Anteils dieser Kosten am Pensionspreis. Sinken diese Kosten insgesamt, ist der Pensionspreis in gleicher Weise zu senken. Die Erhöhung ist mindestens einen Monat im Voraus in Textform anzukündigen und zu begründen; dem Einsteller steht in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamwerden der Erhöhung zu.
6. Pflichten des Einstellers
• Unterhaltung einer Tierhalterhaftpflichtversicherung für das Pferd
• Regelmäßige Impfungen, Entwurmung und Hufpflege auf eigene Kosten
• Einhaltung der Stall- und Reitordnung
• Mitteilung von Krankheiten und Medikationen
Versicherer und Policennummer
7. Haftung
Der Stallbetrieb haftet für Schäden am Pferd bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten — insbesondere der Obhutspflicht — nach den gesetzlichen Vorschriften; im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Der Einsteller trägt das typische Risiko von Weidegang und Gruppenhaltung, das sich ohne Sorgfaltsverstoß des Stallbetriebs verwirklicht. Die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt in jedem Fall unberührt (§ 309 Nr. 7 BGB). Die Haftung des Einstellers als Tierhalter nach § 833 BGB bleibt bestehen.
8. Tierärztliche Notfälle
Der Stallbetrieb ist bevollmächtigt und verpflichtet, bei Gefahr im Verzug einen Tierarzt hinzuzuziehen, wenn der Einsteller nicht erreichbar ist. Die Kosten trägt der Einsteller.
Kostenobergrenze ohne Rücksprache in Euro
9. Laufzeit und Kündigung
Kündigungsfrist
Form der Kündigung (höchstens Textform, § 309 Nr. 13 BGB)
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.
10. Unterschriften
Ort und Datum
Stallbetrieb (Unterschrift)
Ort und Datum
Einsteller (Unterschrift)
Über die Vorlage
Der Vertrag ist formfrei und kann elektronisch unterschrieben werden. Der wichtigste Punkt ist die Haftung: wer die Aufsicht über ein Tier vertraglich übernimmt, haftet nach § 834 BGB Dritten gegenüber als Tieraufseher — das sollte niemand unbedacht unterschreiben.
Lieber von Hand ausfüllen?
Vorlage kostenlos herunterladen
PDF zum Ausdrucken · bearbeitbares Word (.docx)
Was die Vorlage enthält
- Stallbetrieb und Einsteller
- Angaben zum Pferd und zur Versicherung
- Art der Unterbringung: Box, Paddockbox oder Offenstall
- Leistungsumfang: Futter, Einstreu, Misten, Weidegang
- Pensionspreis, Fälligkeit und Anpassungsklausel
- Haftung, Versicherungspflicht und Tierarztfälle
- Kündigungsfristen und Rückgabe
So unterschreiben Sie sie mit dem Personalausweis
- 1
Vorlage herunterladen. Laden Sie einstellvertrag pferd als PDF oder Word herunter.
- 2
Ausfüllen. Tragen Sie die Angaben auf Ihrem eigenen Rechner in das Dokument ein.
- 3
Hochladen und unterschreiben. Laden Sie das ausgefüllte PDF auf esigner.de hoch, tragen Sie die E-Mail-Adressen ein und unterschreiben Sie mit dem Personalausweis.
Quelle und Rechtsgrundlage
Wer die Führung der Aufsicht über ein Tier durch Vertrag übernimmt, ist für den Schaden verantwortlich, den das Tier einem Dritten zufügt.
§ 834 BGB — Haftung des Tieraufsehers (öffnet in einem neuen Tab)Offizielle Quellen und Gesetze
- § 834 BGB — Haftung des Tieraufsehers (öffnet in einem neuen Tab)
- § 833 BGB — Haftung des Tierhalters (öffnet in einem neuen Tab)
- § 535 BGB — Inhalt und Hauptpflichten des Mietvertrags (öffnet in einem neuen Tab)
- § 688 BGB — Vertragstypische Pflichten bei der Verwahrung (öffnet in einem neuen Tab)
- § 611 BGB — Vertragstypische Pflichten beim Dienstvertrag (öffnet in einem neuen Tab)
- § 309 BGB — Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit (öffnet in einem neuen Tab)
Häufige Fragen
- Wer haftet, wenn das Pferd einen Schaden anrichtet?
- Der Halter haftet nach § 833 BGB verschuldensunabhängig — beim privat gehaltenen Reitpferd gibt es keine Entlastungsmöglichkeit. Der Stallbetrieb kann daneben als Tieraufseher nach § 834 BGB haften, weil er die Aufsicht vertraglich übernommen hat; er kann sich allerdings entlasten, wenn er die erforderliche Sorgfalt beachtet hat. Deshalb verlangen die meisten Ställe eine Tierhalterhaftpflicht des Einstellers.
- Darf der Pensionspreis erhöht werden?
- Nur wenn der Vertrag es vorsieht oder beide zustimmen. Eine Anpassungsklausel sollte den Anlass (etwa gestiegene Futter- oder Energiekosten), die Ankündigungsfrist und ein Sonderkündigungsrecht des Einstellers enthalten — sonst ist sie angreifbar.
- Was passiert bei einem Notfall, wenn der Einsteller nicht erreichbar ist?
- Regeln Sie es vorher. Üblich ist eine Vollmacht, in dringenden Fällen den Tierarzt zu rufen, verbunden mit einer Kostenobergrenze und der Pflicht, den Einsteller unverzüglich zu informieren. Ohne diese Klausel bewegt sich der Stall in der Geschäftsführung ohne Auftrag — für beide Seiten unbefriedigend.
- Welche Kündigungsfrist ist üblich?
- Üblich sind vier bis acht Wochen zum Monatsende; eine beiderseitige Frist von acht Wochen zum Monatsende hat der BGH auch in vorformulierten Verträgen gebilligt (Urteil vom 02.10.2019 – XII ZR 8/19). Ist keine Frist vereinbart, kann der Einsteller sein Pferd jederzeit herausverlangen (§ 695 BGB). Wichtig ist vor allem, dass die Frist überhaupt vereinbart ist und dass geregelt wird, was mit vorausbezahlten Beträgen und dem eingebrachten Eigentum des Einstellers geschieht.
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