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Vereinbarung über eine Bruchteilsgemeinschaft (Vorlage)

Wenn mehreren Personen eine Sache gemeinsam gehört — ein Ferienhaus, ein Boot, eine Maschine, ein Grundstück — entsteht kraft Gesetzes eine Bruchteilsgemeinschaft nach §§ 741 ff. BGB. Sie besteht auch ohne Vertrag; die gesetzlichen Regeln passen nur selten zu dem, was die Beteiligten wollen.

Ausfüllen und mit dem Personalausweis unterschreiben

Schritt 1 von 7 · Teilhaber und Anteile

1. Teilhaber und Anteile

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Über die Vorlage

Die gefährlichste dieser Regeln ist § 749 BGB: jeder Teilhaber kann jederzeit die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen. Ein einzelner kann damit die Teilungsversteigerung betreiben, auch gegen den Willen aller anderen. Eine Vereinbarung, die dieses Recht für eine bestimmte Zeit ausschließt, ist deshalb das Kernstück dieser Vorlage.

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Was die Vorlage enthält

  • Die Teilhaber und ihre Bruchteile
  • Genaue Bezeichnung des gemeinschaftlichen Gegenstands
  • Nutzungsregelung, gegebenenfalls mit Belegungsplan
  • Verteilung von Kosten, Lasten und Erträgen
  • Verwaltung und Entscheidungsfindung
  • Verfügung über Anteile und Vorkaufsrecht
  • Ausschluss des Aufhebungsverlangens und Auseinandersetzung

So unterschreiben Sie sie mit dem Personalausweis

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    Vorlage herunterladen. Laden Sie bruchteilsgemeinschaft als PDF oder Word herunter.

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    Ausfüllen. Tragen Sie die Angaben auf Ihrem eigenen Rechner in das Dokument ein.

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    Hochladen und unterschreiben. Laden Sie das ausgefüllte PDF auf esigner.de hoch, tragen Sie die E-Mail-Adressen ein und unterschreiben Sie mit dem Personalausweis.

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Quelle und Rechtsgrundlage

Steht ein Recht mehreren gemeinschaftlich zu, so gelten die Vorschriften der §§ 741 ff. BGB, soweit sich nicht aus dem Gesetz ein anderes ergibt.

§ 741 BGB — Gemeinschaft nach Bruchteilen (öffnet in einem neuen Tab)

Häufige Fragen

Kann ein Teilhaber die Auflösung erzwingen?
Nach § 749 Abs. 1 BGB grundsätzlich ja, jederzeit — praktisch über die Teilungsversteigerung, die regelmäßig unter Wert endet. Das Recht kann jedoch vertraglich ausgeschlossen oder befristet werden. Der Ausschluss entfällt allerdings, wenn ein wichtiger Grund vorliegt; das lässt sich nicht wegbedingen.
Gilt die Vereinbarung auch für einen Käufer meines Anteils?
Bei beweglichen Sachen und sonstigen Rechten ja, kraft Gesetzes: Regelungen über Verwaltung und Benutzung wirken nach § 746 BGB, der Ausschluss des Aufhebungsrechts nach § 751 BGB auch für und gegen den Erwerber eines Anteils. Nur ein Gläubiger, der den Anteil gepfändet hat, kann die Aufhebung trotzdem verlangen. Bei Grundstücken ist es umgekehrt: nach § 1010 BGB wirken dieselben Abreden gegen einen Sondernachfolger nur, wenn sie als Belastung des Anteils im Grundbuch eingetragen sind — ohne Eintragung bindet die Vereinbarung dort nur die heutigen Miteigentümer.
Wie werden Entscheidungen getroffen?
Über Verwaltung und Benutzung entscheidet nach § 745 BGB die Stimmenmehrheit nach Anteilen; wesentliche Veränderungen des Gegenstands erfordern dagegen Einstimmigkeit. Legen Sie deshalb ausdrücklich fest, welche Maßnahmen mehrheitlich und welche nur gemeinsam beschlossen werden können.
Brauchen wir einen Notar?
Für die Vereinbarung selbst nicht — sie ist formfrei und kann elektronisch unterschrieben werden. Bei einem Grundstück gilt anderes für drei Punkte: Der Erwerb oder die Übertragung eines Miteigentumsanteils bedarf der notariellen Beurkundung (§ 311b BGB); ein Vorkaufs- oder Ankaufsrecht am Anteil verpflichtet zur Übertragung und gehört deshalb ebenfalls in die notarielle Urkunde; und die Eintragung der Nutzungsregelung und des Aufhebungsausschlusses nach § 1010 BGB setzt eine Bewilligung in öffentlich beglaubigter Form voraus (§ 29 GBO), also mit notariell beglaubigten Unterschriften. Sollen solche Erwerbsrechte Teil Ihrer Abrede sein, lassen Sie bei einem Grundstück am besten die gesamte Vereinbarung beurkunden — sonst kann der Formmangel nach § 139 BGB auch den Rest erfassen.

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Diese Vorlage ist ein allgemeiner Ausgangspunkt und stellt keine Rechtsberatung dar. Prüfen Sie, ob der Inhalt zu Ihrer Situation passt, und holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein.