Vereinbarung über eine Bruchteilsgemeinschaft (Vorlage)
Wenn mehreren Personen eine Sache gemeinsam gehört — ein Ferienhaus, ein Boot, eine Maschine, ein Grundstück — entsteht kraft Gesetzes eine Bruchteilsgemeinschaft nach §§ 741 ff. BGB. Sie besteht auch ohne Vertrag; die gesetzlichen Regeln passen nur selten zu dem, was die Beteiligten wollen.
Ausfüllen und mit dem Personalausweis unterschreiben
Schritt 1 von 7 · Teilhaber und Anteile
1. Teilhaber und Anteile
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Vereinbarung über eine Bruchteilsgemeinschaft
Regelung des gemeinschaftlichen Eigentums nach §§ 741 ff. BGB
1. Teilhaber und Anteile
Teilhaber 1 — Name, Anschrift, Bruchteil
Teilhaber 2 — Name, Anschrift, Bruchteil
Teilhaber 3 — Name, Anschrift, Bruchteil
Teilhaber 4 — Name, Anschrift, Bruchteil
2. Gegenstand
Genaue Bezeichnung des gemeinschaftlichen Gegenstands
Identifikationsmerkmale (Grundbuch, Fahrzeug-, Seriennummer)
Erwerbsdatum und Anschaffungskosten
Bestehende Belastungen
3. Nutzung
[ ] Gemeinsame Nutzung nach Absprache
[ ] Nutzung nach festem Belegungsplan
[ ] Nutzung im Wechsel nach Zeitabschnitten
[ ] Alleinnutzung durch einen Teilhaber gegen Ausgleich
Nähere Nutzungsregelung, Belegungsplan und Buchungsverfahren
Regelung zur Überlassung an Dritte (Gäste, Vermietung)
4. Kosten, Lasten und Erträge
Kosten und Lasten tragen die Teilhaber im Verhältnis ihrer Anteile, soweit nachstehend nichts anderes bestimmt ist. Erträge stehen ihnen im selben Verhältnis zu.
Laufende Kosten und Verteilungsschlüssel
Rücklage: Höhe und Einzahlung
Behandlung nutzungsabhängiger Kosten
Abrechnungsintervall
5. Verwaltung
Verwalter / verantwortlicher Teilhaber
Betragsgrenze für Maßnahmen ohne Rücksprache
Über Verwaltung und Benutzung entscheidet die Mehrheit nach Anteilen (§ 745 BGB). Wesentliche Veränderungen des Gegenstands sowie eine Belastung oder Veräußerung im Ganzen bedürfen der Zustimmung aller Teilhaber.
6. Verfügung über Anteile
Jeder Teilhaber kann über seinen Anteil verfügen (§ 747 BGB). Ist der Gegenstand kein Grundstück, hat er den Anteil vor einer Veräußerung an einen Dritten den übrigen Teilhabern in Textform zum Erwerb anzubieten.
Frist für die Annahme des Angebots
Verfahren zur Wertermittlung
Aufteilung, wenn mehrere Teilhaber erwerben wollen
Ist der gemeinschaftliche Gegenstand ein Grundstück, werden eine Anbietungspflicht sowie jedes Vorkaufs- oder Ankaufsrecht am Miteigentumsanteil — auch nach Ziffer 8 — notariell beurkundet (§ 311b Abs. 1 BGB); die vorstehende Regelung hält insoweit nur die Eckpunkte fest.
7. Aufhebung der Gemeinschaft
Das Recht, jederzeit die Aufhebung der Gemeinschaft zu verlangen (§ 749 Abs. 1 BGB), wird für den nachstehenden Zeitraum ausgeschlossen. Das Recht zur Aufhebung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Ausschluss bis zum
Kündigungsfrist danach
Vereinbartes Verfahren der Auseinandersetzung
Die Regelungen zu Nutzung, Verwaltung und Aufhebung wirken auch für und gegen den Erwerber eines Anteils (§§ 746, 751 BGB). Bei Grundstücken gilt dies gegenüber Sondernachfolgern nur, wenn die Vereinbarung nach § 1010 BGB im Grundbuch eingetragen ist; die Teilhaber verpflichten sich, an der Eintragung mitzuwirken.
8. Tod eines Teilhabers
[ ] Der Ausschluss des Aufhebungsrechts gilt abweichend von § 750 BGB auch gegenüber den Erben eines Teilhabers fort
[ ] Der Ausschluss des Aufhebungsrechts endet mit dem Tod eines Teilhabers (§ 750 BGB)
Regelung für den Fall des Todes (Eintritt der Erben, Ankaufsrecht, Abfindung)
9. Unterschriften
Ort und Datum
Teilhaber 1 (Unterschrift)
Ort und Datum
Teilhaber 2 (Unterschrift)
Ort und Datum
Teilhaber 3 (Unterschrift)
Ort und Datum
Teilhaber 4 (Unterschrift)
Über die Vorlage
Die gefährlichste dieser Regeln ist § 749 BGB: jeder Teilhaber kann jederzeit die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen. Ein einzelner kann damit die Teilungsversteigerung betreiben, auch gegen den Willen aller anderen. Eine Vereinbarung, die dieses Recht für eine bestimmte Zeit ausschließt, ist deshalb das Kernstück dieser Vorlage.
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PDF zum Ausdrucken · bearbeitbares Word (.docx)
Was die Vorlage enthält
- Die Teilhaber und ihre Bruchteile
- Genaue Bezeichnung des gemeinschaftlichen Gegenstands
- Nutzungsregelung, gegebenenfalls mit Belegungsplan
- Verteilung von Kosten, Lasten und Erträgen
- Verwaltung und Entscheidungsfindung
- Verfügung über Anteile und Vorkaufsrecht
- Ausschluss des Aufhebungsverlangens und Auseinandersetzung
So unterschreiben Sie sie mit dem Personalausweis
- 1
Vorlage herunterladen. Laden Sie bruchteilsgemeinschaft als PDF oder Word herunter.
- 2
Ausfüllen. Tragen Sie die Angaben auf Ihrem eigenen Rechner in das Dokument ein.
- 3
Hochladen und unterschreiben. Laden Sie das ausgefüllte PDF auf esigner.de hoch, tragen Sie die E-Mail-Adressen ein und unterschreiben Sie mit dem Personalausweis.
Quelle und Rechtsgrundlage
Steht ein Recht mehreren gemeinschaftlich zu, so gelten die Vorschriften der §§ 741 ff. BGB, soweit sich nicht aus dem Gesetz ein anderes ergibt.
§ 741 BGB — Gemeinschaft nach Bruchteilen (öffnet in einem neuen Tab)Offizielle Quellen und Gesetze
- § 741 BGB — Gemeinschaft nach Bruchteilen (öffnet in einem neuen Tab)
- § 745 BGB — Verwaltung und Benutzung durch Beschluss (öffnet in einem neuen Tab)
- § 746 BGB — Wirkung gegen Sondernachfolger (öffnet in einem neuen Tab)
- § 747 BGB — Verfügung über den Anteil (öffnet in einem neuen Tab)
- § 749 BGB — Aufhebungsanspruch (öffnet in einem neuen Tab)
- § 750 BGB — Ausschluss der Aufhebung im Todesfall (öffnet in einem neuen Tab)
- § 751 BGB — Ausschluss der Aufhebung und Sondernachfolger (öffnet in einem neuen Tab)
- § 1010 BGB — Sondernachfolger eines Miteigentümers (Grundstücke) (öffnet in einem neuen Tab)
- § 311b BGB — Verträge über Grundstücke (öffnet in einem neuen Tab)
- § 29 GBO — Form der Eintragungsbewilligung (öffnet in einem neuen Tab)
Häufige Fragen
- Kann ein Teilhaber die Auflösung erzwingen?
- Nach § 749 Abs. 1 BGB grundsätzlich ja, jederzeit — praktisch über die Teilungsversteigerung, die regelmäßig unter Wert endet. Das Recht kann jedoch vertraglich ausgeschlossen oder befristet werden. Der Ausschluss entfällt allerdings, wenn ein wichtiger Grund vorliegt; das lässt sich nicht wegbedingen.
- Gilt die Vereinbarung auch für einen Käufer meines Anteils?
- Bei beweglichen Sachen und sonstigen Rechten ja, kraft Gesetzes: Regelungen über Verwaltung und Benutzung wirken nach § 746 BGB, der Ausschluss des Aufhebungsrechts nach § 751 BGB auch für und gegen den Erwerber eines Anteils. Nur ein Gläubiger, der den Anteil gepfändet hat, kann die Aufhebung trotzdem verlangen. Bei Grundstücken ist es umgekehrt: nach § 1010 BGB wirken dieselben Abreden gegen einen Sondernachfolger nur, wenn sie als Belastung des Anteils im Grundbuch eingetragen sind — ohne Eintragung bindet die Vereinbarung dort nur die heutigen Miteigentümer.
- Wie werden Entscheidungen getroffen?
- Über Verwaltung und Benutzung entscheidet nach § 745 BGB die Stimmenmehrheit nach Anteilen; wesentliche Veränderungen des Gegenstands erfordern dagegen Einstimmigkeit. Legen Sie deshalb ausdrücklich fest, welche Maßnahmen mehrheitlich und welche nur gemeinsam beschlossen werden können.
- Brauchen wir einen Notar?
- Für die Vereinbarung selbst nicht — sie ist formfrei und kann elektronisch unterschrieben werden. Bei einem Grundstück gilt anderes für drei Punkte: Der Erwerb oder die Übertragung eines Miteigentumsanteils bedarf der notariellen Beurkundung (§ 311b BGB); ein Vorkaufs- oder Ankaufsrecht am Anteil verpflichtet zur Übertragung und gehört deshalb ebenfalls in die notarielle Urkunde; und die Eintragung der Nutzungsregelung und des Aufhebungsausschlusses nach § 1010 BGB setzt eine Bewilligung in öffentlich beglaubigter Form voraus (§ 29 GBO), also mit notariell beglaubigten Unterschriften. Sollen solche Erwerbsrechte Teil Ihrer Abrede sein, lassen Sie bei einem Grundstück am besten die gesamte Vereinbarung beurkunden — sonst kann der Formmangel nach § 139 BGB auch den Rest erfassen.
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