Schuldschein / Schuldanerkenntnis (Vorlage)
Der Schuldschein hält fest, dass jemand einem anderen einen bestimmten Betrag schuldet. Als selbständiges Schuldversprechen oder Schuldanerkenntnis begründet er die Verpflichtung eigenständig — der Gläubiger muss den zugrunde liegenden Sachverhalt dann nicht mehr beweisen.
Kann nicht elektronisch unterschrieben werden
Ein selbständiges Schuldversprechen oder Schuldanerkenntnis bedarf nach §§ 780, 781 BGB der schriftlichen Erteilung — und die Erteilung in elektronischer Form ist ausdrücklich ausgeschlossen. Ein elektronisch unterschriebener Schuldschein begründet die Forderung deshalb nicht selbständig.
Das Gesetz verlangt für dieses Dokument eine handschriftliche Unterschrift; es kann hier deshalb nicht elektronisch unterschrieben werden. Sie können die Vorlage weiterhin kostenlos herunterladen, ausdrucken und mit dem Stift unterschreiben. Was das Gesetz dazu sagt: § 780 BGB — Schuldversprechen
Vorlage ausfüllen
Füllen Sie die Felder unten aus und laden Sie das fertig ausgefüllte Dokument herunter. Dieses Dokument muss handschriftlich unterschrieben werden — drucken Sie es aus und unterschreiben Sie mit dem Stift.
Schritt 1 von 4 · Gläubiger
1. Gläubiger
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Schuldschein
Schuldanerkenntnis nach §§ 780, 781 BGB — bitte ausdrucken und handschriftlich unterschreiben
1. Gläubiger
Name
Geburtsdatum
Anschrift
2. Schuldner
Name
Geburtsdatum
Anschrift
3. Anerkannte Schuld
Der Schuldner erkennt an, dem Gläubiger den folgenden Betrag zu schulden. Dieses Anerkenntnis soll die Verpflichtung selbständig und unabhängig vom zugrunde liegenden Schuldverhältnis begründen (§ 781 BGB):
Betrag in Euro (Ziffern)
Betrag in Worten
Schuldgrund
Datum der Entstehung
4. Rückzahlung
[ ] Rückzahlung in einer Summe
[ ] Rückzahlung in Raten
Fällig am
Ratenhöhe und Zahlungstermine
Konto für die Zahlung (IBAN)
5. Zinsen und Verzug
Vereinbarter Zinssatz (oder: zinslos)
Verzugsfolgen
Ist für die Zahlung ein Kalendertag bestimmt, tritt Verzug ohne Mahnung mit dessen Ablauf ein (§ 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB); andernfalls durch Mahnung nach Fälligkeit (§ 286 Abs. 1 BGB). Während des Verzugs ist die Geldschuld mit fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verzinsen, soweit kein höherer Zinssatz vereinbart ist (§ 288 BGB).
6. Unterschrift
Der Schuldschein ist vom Schuldner eigenhändig zu unterschreiben. Eine elektronische Unterschrift ist nach §§ 780, 781 BGB ausgeschlossen. Nach vollständiger Zahlung kann der Schuldner die Rückgabe des Schuldscheins verlangen (§ 371 BGB).
Ort und Datum
Schuldner (Unterschrift)
Bestätigung des Empfangs durch den Gläubiger (optional):
Ort und Datum
Gläubiger (Unterschrift)
Über die Vorlage
Genau dafür verlangt das Gesetz Papier: §§ 780 und 781 BGB fordern die schriftliche Erteilung und schließen die elektronische Form ausdrücklich aus. Laden Sie die Vorlage kostenlos herunter, drucken Sie sie aus und lassen Sie den Schuldner handschriftlich unterschreiben. Übergeben Sie dem Gläubiger das unterschriebene Original — eine Kopie, ein Scan oder ein Fax genügt der schriftlichen Erteilung nicht.
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Vorlage kostenlos herunterladen
PDF zum Ausdrucken · bearbeitbares Word (.docx)
Was die Vorlage enthält
- Gläubiger und Schuldner mit vollständigen Angaben
- Anerkannter Betrag in Ziffern und Worten
- Schuldgrund und Datum der Entstehung
- Rückzahlung: Termin oder Ratenplan
- Zinsen und Verzugsfolgen
- Feld für die handschriftliche Unterschrift des Schuldners
Quelle und Rechtsgrundlage
„...ist schriftliche Erteilung des Versprechens erforderlich. Die Erteilung des Versprechens in elektronischer Form ist ausgeschlossen.“
§ 780 BGB — Schuldversprechen (öffnet in einem neuen Tab)Offizielle Quellen und Gesetze
- § 780 BGB — Schuldversprechen (öffnet in einem neuen Tab)
- § 781 BGB — Schuldanerkenntnis (öffnet in einem neuen Tab)
- § 488 BGB — Darlehensvertrag (öffnet in einem neuen Tab)
- § 286 BGB — Verzug des Schuldners (öffnet in einem neuen Tab)
- § 288 BGB — Verzugszinsen (öffnet in einem neuen Tab)
- § 371 BGB — Rückgabe des Schuldscheins (öffnet in einem neuen Tab)
- § 350 HGB — Formfreiheit bei Handelsgeschäften (öffnet in einem neuen Tab)
Häufige Fragen
- Warum kann ich einen Schuldschein nicht elektronisch unterschreiben?
- § 780 BGB verlangt die schriftliche Erteilung und schließt die elektronische Form ausdrücklich aus — genau wie § 623 BGB bei der Kündigung eines Arbeitsverhältnisses. Auch eine qualifizierte Signatur hilft dann nicht, denn § 126a BGB greift nur, wo das Gesetz die elektronische Form nicht ausschließt.
- Was ist der Unterschied zum Darlehensvertrag?
- Der Darlehensvertrag regelt die Hingabe und Rückzahlung von Geld und ist unter Privatpersonen formfrei. Der Schuldschein bestätigt eine bestehende Schuld und kann sie — als abstraktes Anerkenntnis — unabhängig vom ursprünglichen Grund begründen. Deshalb ist er strenger geregelt.
- Brauche ich einen Schuldschein, wenn ich schon einen Darlehensvertrag habe?
- Nicht zwingend. Der Darlehensvertrag genügt als Nachweis. Ein Schuldanerkenntnis kann sich lohnen, wenn Streit über den Grund der Forderung droht — es verlagert die Beweislast. Dann aber bitte auf Papier.
- Gilt die Schriftform auch für Unternehmer?
- Nicht immer. Ist das Versprechen oder Anerkenntnis auf Seiten des Schuldners ein Handelsgeschäft, entfällt die Schriftform nach § 350 HGB — ein Kaufmann kann sich also auch formlos verpflichten. Diese Vorlage ist auf Privatpersonen zugeschnitten; für sie bleibt es bei Papier und eigenhändiger Unterschrift.
- Was passiert mit dem Schuldschein nach der Rückzahlung?
- Der Schuldner kann nach § 371 BGB neben der Quittung die Rückgabe des Schuldscheins verlangen. Solange die Urkunde beim Gläubiger liegt, spricht der Anschein für eine offene Forderung — geben Sie das Original deshalb nach vollständiger Zahlung zurück oder vermerken Sie die Erledigung darauf.
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Alle Vorlagen ansehenDiese Vorlage ist ein allgemeiner Ausgangspunkt und stellt keine Rechtsberatung dar. Prüfen Sie, ob der Inhalt zu Ihrer Situation passt, und holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein.