Nachbarzustimmung zum Bauvorhaben (Vorlage)
Wer näher an die Grenze baut, als die Abstandsflächen zulassen, oder von einer Festsetzung des Bebauungsplans abweichen will, kommt an der Zustimmung des Nachbarn meist nicht vorbei. Sie erspart dem Bauherrn ein Verfahren und dem Nachbarn den Streit.
Diese Erklärung ist die schriftliche Grundlage dafür — sie beschreibt genau, wozu zugestimmt wird. Beachten Sie dabei eine Besonderheit: das Bauordnungsrecht ist Landesrecht, und die Bauämter verlangen in aller Regel zusätzlich die Unterschrift des Nachbarn unmittelbar auf den Bauvorlagen. Diese Erklärung ersetzt das nicht; sie hält die Einigung fest und dokumentiert, worauf sie sich bezieht.
Ausfüllen und mit dem Personalausweis unterschreiben
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Schritt 1 von 4
1. Bauherr
2. Zustimmender Nachbar
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So sieht das Dokument aus
Zustimmungserklärung des Nachbarn zum Bauvorhaben
Erklärung zur Vorlage bei der Bauaufsichtsbehörde
1. Bauherr
Name
Anschrift
Baugrundstück (Straße, Gemarkung, Flur, Flurstück)
2. Zustimmender Nachbar
Name
Anschrift
Nachbargrundstück (Straße, Gemarkung, Flur, Flurstück)
Eigentümerstellung (Alleineigentum / Miteigentum)
3. Das Bauvorhaben
Kurzbeschreibung des Vorhabens
Art der baulichen Anlage
Maße (Länge, Breite, Höhe)
Abstand zur gemeinsamen Grenze
4. Gegenstand der Zustimmung
Der Nachbar stimmt folgenden Abweichungen ausdrücklich zu:
[ ] Unterschreitung der erforderlichen Abstandsflächen
[ ] Bebauung unmittelbar an der Grundstücksgrenze
[ ] Abweichung von Festsetzungen des Bebauungsplans
[ ] Überbau eines untergeordneten Bauteils (Dachüberstand, Wärmedämmung)
[ ] Fenster oder Öffnungen zum Nachbargrundstück
Nähere Beschreibung der Abweichung
5. Maßgebliche Bauvorlagen
Die Zustimmung bezieht sich ausschließlich auf die folgenden Planunterlagen, die dem Nachbarn vorgelegen haben:
Bezeichnung der Pläne
Planverfasser
Planstand / Datum
Bei einer Änderung der Planung erlischt die Zustimmung; sie ist dann erneut einzuholen.
6. Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück
[ ] Das Betreten des Nachbargrundstücks zur Durchführung der Arbeiten wird gestattet
[ ] Das Aufstellen eines Gerüstes wird gestattet
Zeitraum
Regelung zur Wiederherstellung und zum Schadensersatz
7. Umfang
Die Zustimmung beschränkt sich auf die oben bezeichneten Abweichungen und Planunterlagen. Weitergehende nachbarrechtliche Ansprüche des Nachbarn bleiben unberührt. Eine Eintragung im Grundbuch ist mit dieser Erklärung nicht verbunden; sie bindet Rechtsnachfolger nur, soweit sie ihnen gegenüber gesondert vereinbart oder als Grunddienstbarkeit eingetragen wird.
8. Unterschriften
Ort und Datum
Bauherr (Unterschrift)
Ort und Datum
Nachbar (Unterschrift)
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Was die Vorlage enthält
- Bauherr und zustimmender Nachbar mit Grundstücksbezeichnung
- Beschreibung des Bauvorhabens
- Die konkreten Abweichungen, denen zugestimmt wird
- Umfang und Grenzen der Zustimmung
- Bezugnahme auf die maßgeblichen Bauvorlagen mit Datum
- Regelung zu Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück
- Hinweis auf die Bindung von Rechtsnachfolgern
So unterschreiben Sie sie mit dem Personalausweis
- 1
Vorlage herunterladen. Laden Sie nachbarzustimmung als PDF oder Word herunter.
- 2
Ausfüllen. Tragen Sie die Angaben auf Ihrem eigenen Rechner in das Dokument ein.
- 3
Hochladen und unterschreiben. Laden Sie das ausgefüllte PDF auf esigner.de hoch, tragen Sie die E-Mail-Adressen ein und unterschreiben Sie mit dem Personalausweis.
Nach der Unterschrift: beim Bauamt einreichen
Reichen Sie die Erklärung mit dem Bauantrag ein. Fragen Sie vorher beim zuständigen Bauamt nach, ob zusätzlich die Unterschrift des Nachbarn auf den Bauvorlagen selbst verlangt wird — das ist Landesrecht und wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt.
Geben Sie dem Nachbarn einen Satz der Pläne, auf die sich die Zustimmung bezieht, und halten Sie Planstand und Datum in der Erklärung fest. Wird später umgeplant, deckt die alte Zustimmung das neue Vorhaben nicht mehr.
Quelle und Rechtsgrundlage
Der Eigentümer kann mit der Sache nach Belieben verfahren; nachbarrechtliche Beschränkungen und das Bauordnungsrecht der Länder gehen vor.
§ 903 BGB — Befugnisse des Eigentümers (öffnet in einem neuen Tab)Häufige Fragen
- Kann ich meine Zustimmung später zurücknehmen?
- Nach Erteilung der Baugenehmigung in aller Regel nicht mehr — der Bauherr hat dann im Vertrauen darauf disponiert. Prüfen Sie deshalb vor der Unterschrift genau, worauf sich die Zustimmung bezieht, und lassen Sie sich die Pläne aushändigen.
- Bindet die Zustimmung auch einen späteren Eigentümer?
- Die schuldrechtliche Erklärung wirkt zunächst nur zwischen den Beteiligten. Soll sie dauerhaft gegen jeden Eigentümer wirken, ist eine Eintragung als Grunddienstbarkeit im Grundbuch nötig — und die erfordert eine notariell beglaubigte Bewilligung. Bei einer Grenzbebauung, die auf Dauer angelegt ist, ist das der sichere Weg.
- Muss ich als Nachbar zustimmen?
- Nein. Sie können die Zustimmung ohne Begründung verweigern. Der Bauherr kann dann eine Abweichung oder Befreiung bei der Behörde beantragen — sie wird ohne Ihre Zustimmung aber deutlich seltener erteilt.
- Bedeutet die Zustimmung, dass ich auf alles verzichte?
- Nur auf das, was Sie ausdrücklich benennen. Die Vorlage begrenzt die Zustimmung deshalb auf die konkret bezeichneten Abweichungen und die konkreten Bauvorlagen; alle übrigen nachbarrechtlichen Ansprüche bleiben bestehen.
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Alle Vorlagen ansehenDiese Vorlage ist ein allgemeiner Ausgangspunkt und stellt keine Rechtsberatung dar. Prüfen Sie, ob der Inhalt zu Ihrer Situation passt, und holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein.