Vorsorgevollmacht (Vorlage)
Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie, wer für Sie entscheidet, wenn Sie es selbst nicht mehr können. Ohne sie bestellt das Betreuungsgericht einen Betreuer — möglicherweise jemanden, den Sie nicht gewählt hätten.
Für die besonders eingreifenden Entscheidungen verlangt das Gesetz Schriftform: nach § 1820 Abs. 2 BGB muss die Vollmacht schriftlich erteilt sein und die Maßnahmen ausdrücklich umfassen, damit der Bevollmächtigte in riskante ärztliche Eingriffe oder freiheitsentziehende Maßnahmen einwilligen darf. Drucken Sie die Vollmacht deshalb aus und unterschreiben Sie sie von Hand.
Kann nicht elektronisch unterschrieben werden
Damit ein Bevollmächtigter in gesundheitliche Maßnahmen mit erheblichem Risiko oder in freiheitsentziehende Maßnahmen einwilligen darf, muss die Vollmacht nach § 1820 Abs. 2 BGB schriftlich erteilt sein und diese Maßnahmen ausdrücklich umfassen. Eine fortgeschrittene elektronische Signatur wahrt die Schriftform nicht — drucken Sie die Vollmacht aus und unterschreiben Sie handschriftlich.
Das Gesetz verlangt für dieses Dokument eine handschriftliche Unterschrift; es kann hier deshalb nicht elektronisch unterschrieben werden. Sie können die Vorlage weiterhin kostenlos herunterladen, ausdrucken und mit dem Stift unterschreiben. Was das Gesetz dazu sagt: § 1820 BGB — Vorsorgevollmacht und Kontrollbetreuung
Vorlage ausfüllen
Füllen Sie die Felder unten aus und laden Sie das fertig ausgefüllte Dokument herunter. Dieses Dokument muss handschriftlich unterschrieben werden — drucken Sie es aus und unterschreiben Sie mit dem Stift.
Schritt 1 von 3
1. Vollmachtgeber
2. Bevollmächtigter
Ersatzbevollmächtigter, falls der Bevollmächtigte verhindert ist:
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So sieht das Dokument aus
Vorsorgevollmacht
Schriftform nach § 1820 Abs. 2 BGB — bitte ausdrucken und handschriftlich unterschreiben
1. Vollmachtgeber
Name
Geburtsdatum und -ort
Anschrift
2. Bevollmächtigter
Name
Geburtsdatum
Anschrift
Telefon
Ersatzbevollmächtigter, falls der Bevollmächtigte verhindert ist:
Name
Anschrift
Telefon
3. Gesundheitssorge
Der Bevollmächtigte darf in alle Untersuchungen des Gesundheitszustands, Heilbehandlungen und ärztlichen Eingriffe einwilligen, sie verweigern oder eine Einwilligung widerrufen.
[ ] Die Vollmacht umfasst ausdrücklich die Einwilligung in Maßnahmen, bei denen die begründete Gefahr des Todes oder eines schweren und länger dauernden gesundheitlichen Schadens besteht (§ 1820 Abs. 2 Nr. 1 BGB)
[ ] Die Vollmacht umfasst ausdrücklich die Einwilligung in ärztliche Zwangsmaßnahmen
[ ] Der Bevollmächtigte ist von der Schweigepflicht entbunden und darf Krankenunterlagen einsehen
4. Aufenthalt und freiheitsentziehende Maßnahmen
[ ] Die Vollmacht umfasst ausdrücklich freiheitsentziehende Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen (§ 1820 Abs. 2 Nr. 2 und 3 BGB)
[ ] Der Bevollmächtigte darf den Aufenthalt bestimmen, einen Heimvertrag abschließen und die Wohnung auflösen
5. Vermögenssorge
[ ] Vertretung gegenüber Banken und Sparkassen
[ ] Vertretung gegenüber Behörden, Versicherungen und Gerichten
[ ] Abschluss und Kündigung von Verträgen
[ ] Vertretung in Grundstücksangelegenheiten (hierfür ist zusätzlich eine öffentlich beglaubigte Vollmacht erforderlich)
Ausdrücklich ausgenommene Angelegenheiten
6. Umfang und Geltung
Die Vollmacht gilt über den Eintritt der Geschäftsunfähigkeit hinaus und bleibt auch nach dem Tod des Vollmachtgebers wirksam, bis sie widerrufen wird. Sie ist jederzeit widerruflich.
[ ] Untervollmacht ist zulässig
[ ] Untervollmacht ist ausgeschlossen
7. Betreuungsverfügung (hilfsweise)
Sollte trotz dieser Vollmacht eine Betreuung erforderlich werden, soll die oben bevollmächtigte Person zum Betreuer bestellt werden.
8. Unterschrift
Die Vollmacht ist eigenhändig zu unterschreiben. Eine elektronische Unterschrift wahrt die Schriftform des § 1820 Abs. 2 BGB nicht.
Ort
Datum
Ort und Datum
Vollmachtgeber (Unterschrift)
Annahmeerklärung des Bevollmächtigten (optional):
Ort und Datum
Bevollmächtigter (Unterschrift)
Lieber von Hand ausfüllen?
Vorlage kostenlos herunterladen
PDF zum Ausdrucken · bearbeitbares Word (.docx)
Was die Vorlage enthält
- Vollmachtgeber und Bevollmächtigter, mit Ersatzbevollmächtigtem
- Gesundheitssorge einschließlich der ausdrücklich benannten Maßnahmen nach § 1820 Abs. 2 BGB
- Aufenthaltsbestimmung und freiheitsentziehende Maßnahmen
- Vermögenssorge und Vertretung gegenüber Behörden
- Wirksamkeit über den Tod hinaus und Widerruf
- Hinweise zu Beglaubigung, Registrierung und Aufbewahrung
Quelle und Rechtsgrundlage
Bestimmte Maßnahmen des Bevollmächtigten setzen voraus, dass die Vollmacht schriftlich erteilt ist und diese Maßnahmen ausdrücklich umfasst.
§ 1820 BGB — Vorsorgevollmacht und Kontrollbetreuung (öffnet in einem neuen Tab)Häufige Fragen
- Warum kann ich die Vorsorgevollmacht nicht elektronisch unterschreiben?
- Weil § 1820 Abs. 2 BGB für die wichtigsten Befugnisse — Einwilligung in riskante Behandlungen und freiheitsentziehende Maßnahmen — die schriftliche Erteilung verlangt. Die Schriftform könnte nur eine qualifizierte elektronische Signatur ersetzen; unsere ist fortgeschritten. Auf Papier ist die Vollmacht in jedem Fall wirksam.
- Brauche ich zusätzlich eine notarielle Beglaubigung?
- Für Bankgeschäfte und Grundstücksangelegenheiten in der Regel ja: Banken verlangen meist eigene Formulare oder eine Beglaubigung, und für Grundbucherklärungen ist eine öffentlich beglaubigte Vollmacht erforderlich. Für die Gesundheitssorge genügt die schriftliche Form.
- Was ist der Unterschied zur Patientenverfügung?
- Die Vorsorgevollmacht bestimmt, WER entscheidet. Die Patientenverfügung legt fest, WAS geschehen soll — sie richtet sich unmittelbar an die Behandelnden. Beide ergänzen sich; ideal ist es, sie gemeinsam zu erstellen und aufeinander abzustimmen.
- Wo bewahre ich die Vollmacht auf?
- So, dass sie im Ernstfall schnell gefunden wird — der Bevollmächtigte sollte das Original oder eine beglaubigte Abschrift haben. Eine Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer sorgt dafür, dass das Betreuungsgericht von ihrer Existenz erfährt.
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