Vereinbarung über mobile Arbeit / Homeoffice (Vorlage)
Eine Vereinbarung über Homeoffice oder mobile Arbeit ist eine Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag und formfrei. Sie kann elektronisch unterschrieben werden — anders als die Kündigung fällt sie nicht unter § 623 BGB.
Ausfüllen und mit dem Personalausweis unterschreiben
PNG oder JPG, maximal 1,5 MB. Erscheint oben im Dokument anstelle des esigner-Logos.
Schritt 1 von 4 · Vertragsparteien und Bezug
1. Vertragsparteien und Bezug
Diese Vereinbarung ergänzt den bestehenden Arbeitsvertrag. Alle übrigen Regelungen bleiben unverändert.
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Vereinbarung über mobile Arbeit / Homeoffice
Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag
1. Vertragsparteien und Bezug
Arbeitgeber
Arbeitnehmer
Arbeitsvertrag vom
Diese Vereinbarung ergänzt den bestehenden Arbeitsvertrag. Alle übrigen Regelungen bleiben unverändert.
2. Umfang
Anzahl der Tage pro Woche
Feste Wochentage (sofern vereinbart)
Beginn der Regelung
Befristung (sofern vereinbart)
3. Arbeitsort
Vereinbarter Arbeitsort (Wohnanschrift oder mobil)
Ein Wechsel des Arbeitsortes ins Ausland bedarf der vorherigen Zustimmung des Arbeitgebers — steuer- und sozialversicherungsrechtliche Folgen sind vorab zu klären.
4. Arbeitszeit und Erreichbarkeit
Das Arbeitszeitgesetz gilt unverändert, einschließlich Höchstarbeitszeit, Pausen und Ruhezeit. Die Arbeitszeit wird wie im Betrieb erfasst.
Vereinbarte Erreichbarkeitszeiten
Art der Arbeitszeiterfassung
5. Arbeitsmittel und Kosten
Vom Arbeitgeber gestellte Arbeitsmittel
Pauschale oder Erstattung für Verbindungskosten
Regelung zur privaten Mitnutzung
Die überlassenen Arbeitsmittel bleiben Eigentum des Arbeitgebers und sind auf Verlangen zurückzugeben.
6. Arbeitsschutz
Der Arbeitgeber bleibt nach § 3 ArbSchG für den Arbeitsschutz verantwortlich. Handelt es sich um einen vom Arbeitgeber fest eingerichteten Telearbeitsplatz (§ 2 Abs. 7 ArbStättV), führt er vor Aufnahme der Tätigkeit die erstmalige Gefährdungsbeurteilung durch und unterweist den Arbeitnehmer. Auch bei mobiler Arbeit außerhalb eines Telearbeitsplatzes beurteilt der Arbeitgeber die Gefährdungen (§ 5 ArbSchG) und unterweist den Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer richtet den Arbeitsplatz nach den erhaltenen Hinweisen ein und meldet Gefährdungen. Ein Zutrittsrecht zur Wohnung besteht nur nach vorheriger Ankündigung und mit Einverständnis.
7. Datenschutz und Vertraulichkeit
• Dienstliche Unterlagen und Geräte sind vor dem Zugriff Dritter — auch Haushaltsangehöriger — zu schützen
• Es sind ausschließlich die vom Arbeitgeber bereitgestellten Systeme und Netzwerke zu nutzen
• Der Bildschirm ist bei Abwesenheit zu sperren, Papierunterlagen sind verschlossen aufzubewahren
8. Widerruf
Jede Partei kann diese Vereinbarung unter Einhaltung der nachstehenden Ankündigungsfrist widerrufen; der Arbeitgeber nur aus sachlichem Grund, insbesondere bei betrieblichen Erfordernissen, Verstößen gegen Datenschutz- oder Arbeitsschutzpflichten oder einem Wechsel der Tätigkeit. Der Arbeitsvertrag bleibt vom Widerruf unberührt.
Ankündigungsfrist für den Widerruf
Rückkehrarbeitsplatz im Betrieb
9. Unterschriften
Ort und Datum
Arbeitgeber (Unterschrift)
Ort und Datum
Arbeitnehmer (Unterschrift)
Über die Vorlage
Geregelt gehören vor allem der Umfang, die Erreichbarkeit, wer die Arbeitsmittel stellt und wie mit Arbeitsschutz und Datenschutz umgegangen wird. Der Arbeitgeber bleibt auch außerhalb des Betriebs für den Arbeitsschutz verantwortlich (§ 3 ArbSchG), und das Arbeitszeitgesetz gilt unverändert. Richtet der Arbeitgeber in der Wohnung einen festen Bildschirmarbeitsplatz mit vereinbarter Wochenarbeitszeit und Dauer ein, ist das ein Telearbeitsplatz im Sinne von § 2 Abs. 7 ArbStättV — dann gilt die Arbeitsstättenverordnung, einschließlich der erstmaligen Gefährdungsbeurteilung, in dem in § 1 Abs. 4 ArbStättV bestimmten Umfang.
Weil sich mit dem Homeoffice der Arbeitsort ändert, ist auch das Nachweisgesetz berührt: Änderungen der wesentlichen Vertragsbedingungen sind dem Arbeitnehmer nach § 3 NachwG mitzuteilen. Diese Pflicht entfällt, wenn ein Änderungsvertrag in Textform nach § 3 Abs. 2 Satz 2 NachwG übermittelt wird — das Dokument muss für den Arbeitnehmer zugänglich sein, gespeichert und ausgedruckt werden können, und der Arbeitgeber muss ihn mit der Übermittlung auffordern, einen Empfangsnachweis zu erteilen. Eine hier elektronisch unterschriebene Vereinbarung erfüllt das, wenn Sie diese Aufforderung mitschicken. Zwei Ausnahmen: In den Branchen des § 2a SchwarzArbG (etwa Bau, Gastronomie, Spedition) genügt die Textform nicht, und jeder Arbeitnehmer kann weiterhin einen schriftlichen, eigenhändig unterzeichneten Nachweis verlangen (§ 2 Abs. 1 Satz 3 NachwG).
Lieber von Hand ausfüllen?
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PDF zum Ausdrucken · bearbeitbares Word (.docx)
Was die Vorlage enthält
- Bezug zum bestehenden Arbeitsvertrag
- Umfang und Verteilung der Homeoffice-Tage
- Arbeitsort und Erreichbarkeit
- Arbeitszeit und Erfassung
- Arbeitsmittel, Kostenerstattung und Rückgabe
- Arbeitsschutz und Datenschutz
- Widerruf und Rückkehr an den betrieblichen Arbeitsplatz
So unterschreiben Sie sie mit dem Personalausweis
- 1
Vorlage herunterladen. Laden Sie homeoffice-vereinbarung als PDF oder Word herunter.
- 2
Ausfüllen. Tragen Sie die Angaben auf Ihrem eigenen Rechner in das Dokument ein.
- 3
Hochladen und unterschreiben. Laden Sie das ausgefüllte PDF auf esigner.de hoch, tragen Sie die E-Mail-Adressen ein und unterschreiben Sie mit dem Personalausweis.
Quelle und Rechtsgrundlage
Die Verantwortung des Arbeitgebers für den Arbeitsschutz besteht auch bei Arbeit außerhalb der Betriebsstätte.
§ 3 ArbSchG — Grundpflichten des Arbeitgebers (öffnet in einem neuen Tab)Offizielle Quellen und Gesetze
- § 3 ArbSchG — Grundpflichten des Arbeitgebers (öffnet in einem neuen Tab)
- § 3 NachwG — Änderung der Angaben (öffnet in einem neuen Tab)
- § 2 NachwG — Nachweispflicht (Textform nach Abs. 1 Satz 2) (öffnet in einem neuen Tab)
- § 2 ArbStättV — Begriffsbestimmungen (Abs. 7: Telearbeitsplätze) (öffnet in einem neuen Tab)
- § 1 ArbStättV — Anwendungsbereich (Abs. 4: Telearbeitsplätze) (öffnet in einem neuen Tab)
- § 87 BetrVG — Mitbestimmungsrechte (Abs. 1 Nr. 14: mobile Arbeit) (öffnet in einem neuen Tab)
- § 3 ArbZG — Arbeitszeit der Arbeitnehmer (öffnet in einem neuen Tab)
- § 611a BGB — Arbeitsvertrag (öffnet in einem neuen Tab)
Häufige Fragen
- Gibt es ein Recht auf Homeoffice?
- Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Homeoffice beruht auf einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder auf einer Betriebsvereinbarung. Ist ein Betriebsrat vorhanden, hat er nach § 87 Abs. 1 Nr. 14 BetrVG bei der Ausgestaltung mobiler Arbeit mitzubestimmen — nicht beim Ob, aber beim Wie.
- Gilt das Arbeitszeitgesetz auch im Homeoffice?
- Ja, unverändert. Höchstarbeitszeit, Ruhepausen und die elfstündige Ruhezeit gelten auch zu Hause, und die Arbeitszeit ist zu erfassen. Deshalb sollte die Vereinbarung festhalten, wie die Erfassung erfolgt.
- Kann Homeoffice wieder beendet werden?
- Wenn die Vereinbarung das vorsieht. Üblich ist ein beidseitiges Widerrufsrecht mit einer Ankündigungsfrist. Ein vom Arbeitgeber vorformulierter Widerrufsvorbehalt hält der Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1 BGB nur stand, wenn er die Gründe für den Widerruf benennt, eine angemessene Frist vorsieht und die Interessen des Arbeitnehmers berücksichtigt (§ 106 GewO); in Betrieben mit Betriebsrat ist die Beendigung regelmäßig eine zustimmungspflichtige Versetzung (§ 95 Abs. 3, § 99 BetrVG). Ohne eine solche Klausel wird das Homeoffice Teil der arbeitsvertraglichen Bedingungen und lässt sich nur noch durch Änderungsvertrag oder Änderungskündigung beenden.
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Alle Vorlagen ansehenDiese Vorlage ist ein allgemeiner Ausgangspunkt und stellt keine Rechtsberatung dar. Prüfen Sie, ob der Inhalt zu Ihrer Situation passt, und holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein.