Schenkungsvertrag (Vorlage)
Beim Schenken kommt es auf den Zeitpunkt an. Wird eine Schenkung nur versprochen, verlangt § 518 Abs. 1 BGB die notarielle Beurkundung. Wird sie dagegen sofort vollzogen — das Geld überwiesen, die Sache übergeben —, heilt § 518 Abs. 2 BGB den Formmangel: die Schenkung ist dann auch ohne Notar wirksam.
Ausfüllen und mit dem Personalausweis unterschreiben
Schritt 1 von 5 · Schenker
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Schenkungsvertrag
Vollzogene Schenkung — § 518 Abs. 2 BGB
1. Schenker
Name
Geburtsdatum
Anschrift
2. Beschenkter
Name
Geburtsdatum
Anschrift
Verwandtschaftsverhältnis
3. Gegenstand der Schenkung
[ ] Geldbetrag
[ ] Bewegliche Sache
Betrag in Euro bzw. Bezeichnung der Sache
Betrag in Worten
Geschätzter Wert
4. Vollzug
Die Schenkung ist vollzogen. Der Schenker hat den Gegenstand übergeben bzw. den Betrag überwiesen; der Beschenkte bestätigt den Empfang. Damit ist ein etwaiger Formmangel nach § 518 Abs. 2 BGB geheilt.
Datum des Vollzugs
Art der Übertragung (Überweisung / Übergabe)
Empfängerkonto (IBAN), sofern Geld
5. Auflagen und Rückforderung (optional)
Vereinbarte Auflage
Vereinbarte Rückforderungsrechte (z. B. bei Vorversterben oder Insolvenz des Beschenkten)
6. Anrechnung auf den Pflichtteil
Die Anrechnung auf den Pflichtteil setzt voraus, dass der Schenker sie spätestens bei der Zuwendung bestimmt (§ 2315 Abs. 1 BGB) — eine nachträgliche Anordnung ist unwirksam. Wird dieser Vertrag erst nach dem Vollzug unterschrieben, wirkt die folgende Bestimmung nur, wenn der Schenker sie dem Beschenkten bereits vor oder bei der Übertragung erklärt hatte.
[ ] Die Schenkung ist nach § 2315 BGB auf den Pflichtteil des Beschenkten anzurechnen
[ ] Eine Anrechnung ist ausdrücklich ausgeschlossen
7. Hinweise
Die Schenkung kann schenkungsteuerpflichtig sein; Freibeträge richten sich nach dem Verwandtschaftsgrad (§ 16 ErbStG). Beschenkter und Schenker haben die Schenkung binnen drei Monaten dem Finanzamt anzuzeigen (§ 30 ErbStG). Für die Schenkung eines Grundstücks ist stets eine notarielle Beurkundung erforderlich (§ 311b BGB); dieser Vertrag genügt dafür nicht.
8. Unterschriften
Ort und Datum
Schenker (Unterschrift)
Ort und Datum
Beschenkter (Unterschrift)
Über die Vorlage
Diese Vorlage ist für den zweiten Fall gedacht: sie dokumentiert eine bereits vollzogene oder gleichzeitig vollzogene Schenkung. Als Nachweis gegenüber dem Finanzamt und späteren Erben ist das oft entscheidend — vor allem, wenn Freibeträge oder eine Anrechnung auf den Pflichtteil im Spiel sind.
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PDF zum Ausdrucken · bearbeitbares Word (.docx)
Was die Vorlage enthält
- Schenker und Beschenkter mit Verwandtschaftsverhältnis
- Genaue Bezeichnung des geschenkten Gegenstands oder Betrags
- Bestätigung des Vollzugs mit Datum
- Optionale Auflagen und Rückforderungsrechte
- Regelung zur Anrechnung auf den Pflichtteil
- Hinweise zur Schenkungsteuer
So unterschreiben Sie sie mit dem Personalausweis
- 1
Vorlage herunterladen. Laden Sie schenkungsvertrag als PDF oder Word herunter.
- 2
Ausfüllen. Tragen Sie die Angaben auf Ihrem eigenen Rechner in das Dokument ein.
- 3
Hochladen und unterschreiben. Laden Sie das ausgefüllte PDF auf esigner.de hoch, tragen Sie die E-Mail-Adressen ein und unterschreiben Sie mit dem Personalausweis.
Nach der Unterschrift: Schenkung dem Finanzamt anzeigen
Jede der Schenkungsteuer unterliegende Schenkung ist vom Beschenkten — und nach § 30 Abs. 2 ErbStG auch vom Schenker — binnen drei Monaten dem für die Erbschaftsteuer zuständigen Finanzamt schriftlich anzuzeigen (§ 30 Abs. 1 ErbStG). Die Anzeige ist auch dann Pflicht, wenn der Freibetrag voraussichtlich nicht ausgeschöpft wird; ob Steuer anfällt, entscheidet das Finanzamt.
Entbehrlich ist die Anzeige nur, wenn die Schenkung gerichtlich oder notariell beurkundet wurde (§ 30 Abs. 3 ErbStG). Bewahren Sie den unterschriebenen Vertrag und den Überweisungsbeleg zusammen auf — sie belegen später, wann der Zehnjahreszeitraum für die Freibeträge begonnen hat.
Quelle und Rechtsgrundlage
Das Schenkungsversprechen bedarf der notariellen Beurkundung; der Mangel der Form wird durch die Bewirkung der versprochenen Leistung geheilt.
§ 518 BGB — Form des Schenkungsversprechens (öffnet in einem neuen Tab)Offizielle Quellen und Gesetze
- § 516 BGB — Begriff der Schenkung (öffnet in einem neuen Tab)
- § 518 BGB — Form des Schenkungsversprechens (öffnet in einem neuen Tab)
- § 929 BGB — Übereignung beweglicher Sachen (öffnet in einem neuen Tab)
- § 311b BGB — Verträge über Grundstücke (öffnet in einem neuen Tab)
- § 2315 BGB — Anrechnung von Zuwendungen auf den Pflichtteil (öffnet in einem neuen Tab)
- § 530 BGB — Widerruf der Schenkung (öffnet in einem neuen Tab)
- § 16 ErbStG — Freibeträge (öffnet in einem neuen Tab)
- § 30 ErbStG — Anzeige des Erwerbs (öffnet in einem neuen Tab)
Häufige Fragen
- Brauche ich einen Notar?
- Für ein Schenkungsversprechen ja — § 518 Abs. 1 BGB verlangt die notarielle Beurkundung. Wird die Schenkung dagegen sofort vollzogen, heilt Absatz 2 den Formmangel und der Vertrag ist auch ohne Notar wirksam. Diese Vorlage dokumentiert deshalb eine vollzogene Schenkung.
- Gilt das auch für Immobilien?
- Nein. Die Schenkung eines Grundstücks fällt zusätzlich unter § 311b BGB und bedarf immer der notariellen Beurkundung — unabhängig davon, ob sie vollzogen wird. Ohne Notar und Grundbucheintragung geht kein Eigentum über.
- Fällt Schenkungsteuer an?
- Das hängt vom Verwandtschaftsgrad und der Höhe ab. § 16 ErbStG gewährt gestaffelte Freibeträge — 500.000 € für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner, 400.000 € für Kinder, 200.000 € für Enkel —, die alle zehn Jahre neu ausgeschöpft werden können (§ 14 ErbStG). Anzeigen müssen Sie die Schenkung dem Finanzamt trotzdem, binnen drei Monaten (§ 30 ErbStG). Ein datierter Schenkungsvertrag ist der beste Nachweis dafür, wann der Zehnjahreszeitraum begonnen hat.
- Kann der Schenker die Schenkung zurückfordern?
- Nur in engen Grenzen. Nach § 530 BGB kann eine Schenkung wegen groben Undanks widerrufen werden, nach § 528 BGB bei Verarmung des Schenkers zurückgefordert werden. Weitergehende Rückforderungsrechte — etwa bei Vorversterben des Beschenkten, Scheidung oder Insolvenz — gelten nur, wenn sie im Vertrag vereinbart sind. Dafür ist Abschnitt 5 der Vorlage gedacht.
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