Familie und Erbe

Umgangsvereinbarung für getrennt lebende Eltern (Vorlage)

§ 1684 BGB stellt es klar: das Kind hat ein Recht auf Umgang mit jedem Elternteil, und jeder Elternteil ist zum Umgang verpflichtet und berechtigt. Eine Umgangsvereinbarung ist deshalb kein Vertrag über ein Kind, sondern die Verabredung der Eltern, wie sie dieses Recht des Kindes praktisch einlösen.

Ausfüllen und mit dem Personalausweis unterschreiben

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Über die Vorlage

Die Vereinbarung ist formfrei und kann elektronisch unterschrieben werden. Sie ist nicht wie ein gerichtlicher Beschluss vollstreckbar — ihr Wert liegt darin, dass beide dasselbe Verständnis von Wochenrhythmus, Ferien und Übergaben haben. Das Jugendamt berät und vermittelt dabei (§ 18 Abs. 3 SGB VIII), kann die Vereinbarung aber nicht vollstreckbar machen. Vollstreckbar wird sie erst, wenn das Familiengericht sie in einem Umgangsverfahren als Vergleich billigt (§ 156 Abs. 2 FamFG) — dann steht sie einem Beschluss gleich.

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Was die Vorlage enthält

  • Eltern und Kinder
  • Gewöhnlicher Aufenthalt und Wochenrhythmus
  • Ferien, Feiertage, Geburtstage und Brückentage
  • Übergaben: Ort, Zeit und wer bringt und holt
  • Kommunikation zwischen den Eltern und mit dem Kind
  • Urlaub, Reisen und Auslandsaufenthalte
  • Kostenregelungen und Umgang mit Änderungen

So unterschreiben Sie sie mit dem Personalausweis

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    Vorlage herunterladen. Laden Sie umgangsvereinbarung als PDF oder Word herunter.

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    Ausfüllen. Tragen Sie die Angaben auf Ihrem eigenen Rechner in das Dokument ein.

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    Hochladen und unterschreiben. Laden Sie das ausgefüllte PDF auf esigner.de hoch, tragen Sie die E-Mail-Adressen ein und unterschreiben Sie mit dem Personalausweis.

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Häufige Fragen

Ist eine private Umgangsvereinbarung verbindlich?
Sie dokumentiert, worauf sich die Eltern geeinigt haben, und dient dem Familiengericht im Streitfall als Orientierung, ist aber weder einklagbar noch vollstreckbar: Ordnungsmittel nach § 89 FamFG setzen einen gerichtlichen Beschluss oder einen gerichtlich gebilligten Vergleich voraus. Wer Vollstreckbarkeit braucht, lässt die Vereinbarung deshalb vom Familiengericht als Vergleich billigen (§ 156 Abs. 2 FamFG) — das Gericht tut das, wenn die Regelung dem Kindeswohl nicht widerspricht. Für Eltern, die sich einig sind, ist die private Absprache völlig ausreichend und deutlich weniger belastend.
Kann die Vereinbarung geändert werden?
Jederzeit einvernehmlich — und das ist auch nötig, denn was für ein Kleinkind passt, passt für einen Vierzehnjährigen nicht mehr. Die Vorlage sieht deshalb einen festen Zeitpunkt für eine gemeinsame Überprüfung vor.
Was ist mit dem Willen des Kindes?
Er wiegt mit zunehmendem Alter immer schwerer, und ab dem Jugendalter lässt sich Umgang faktisch nicht mehr gegen den Willen des Kindes durchsetzen. Eine gute Vereinbarung lässt Raum dafür, statt einen Plan gegen das Kind zu verteidigen.
Regelt die Vereinbarung auch den Unterhalt?
Nein. Umgang und Kindesunterhalt sind rechtlich getrennt: Umgang darf nicht von Zahlungen abhängig gemacht werden und umgekehrt. Diese Vorlage enthält nur eine Regelung über die Kosten, die durch den Umgang selbst entstehen — etwa Fahrtkosten.

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Diese Vorlage ist ein allgemeiner Ausgangspunkt und stellt keine Rechtsberatung dar. Prüfen Sie, ob der Inhalt zu Ihrer Situation passt, und holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein.